Blogbeitrag von Marina Goldbecker Fotografie
Warum es okay ist, nicht jeden zur Hochzeit einzuladen
Dezember 15, 2025
Die eigene Hochzeit planen,
ohne schlechtes Gewissen.
Unsere Hochzeit – und der Moment, in dem wir gemerkt haben: Das ist unsere Entscheidung
Mein Mann und ich haben uns 2024 dazu entschieden zu heiraten. Als wir mit der Planung begonnen und unsere Familien, Freunde und Verwandten auf eine Gästeliste geschrieben haben, wurde uns schnell klar: Für unseren Hochzeitstag würden sehr viele Menschen zusammenkommen.
Nach einigen Gesprächen und viel Hin und Her ist uns etwas Wichtiges bewusst geworden: Wir sind beide Menschen, die gerne im Hintergrund bleiben und nicht gerne im Mittelpunkt stehen. Also haben wir uns eine ehrliche Frage gestellt: Was ist eigentlich unser Ziel und wie soll sich unser Hochzeitstag für uns anfühlen? Unsere Antwort war klar: Wir wünschten uns eine stressfreie, kleine Hochzeit, die vorallem unsere Persönlichkeit wiederspiegelt. Eine Atmosphäre, die gemütlich ist, ruhig und vertraut. Im kleinen Rahmen, mit den Menschen, zu denen wir den engsten Kontakt hatten – Menschen, die uns wirklich nahestehen. Für uns bedeutete das eine Hochzeit mit rund 40 Personen. Nicht, weil man das so macht. Sondern weil es sich für uns richtig angefühlt hat.
Warum Nähe wichtiger ist als Pflichtgefühl
Mit der Entscheidung, unsere Hochzeit bewusst klein zu halten, habe ich etwas sehr Wichtiges gelernt: Es ist vollkommen in Ordnung, diese Entscheidung als Brautpaar selbst zu treffen.
Es ist euer persönlicher Hochzeitstag. Ihr dürft ihn so gestalten, wie es sich für euch gut anfühlt. Nicht so, wie es andere von euch erwarten. Viele Entscheidungen rund um die Gästeliste entstehen aus einem Pflichtgefühl heraus – aus Gedanken wie: „Man lädt halt so ein.“ Oder: „Das gehört sich so.“
Doch Nähe hat nichts mit Rollen oder Verwandtschaftsgraden zu tun.
Viel wichtiger ist die Frage: Wer ist euch wirklich nah? Wer begleitet euch ehrlich in eurem Leben?
Ihr müsst niemanden einladen, nur weil eine Erwartung im Raum steht. Ihr dürft eure Gästeliste nach eurem Herzen gestalten – nicht nach Konventionen.
Der Druck von außen – und wie man damit umgehen kann
Obwohl wir unsere Entscheidung gemeinsam getroffen hatten, kamen bei mir trotzdem Gedanken auf wie:
„Was sollen die anderen denken?“ Ich habe Unsicherheit gespürt. Und auch ein schlechtes Gewissen. Das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen. Der äußere Druck war da – leise, aber präsent.
Doch je länger ich mir bewusst gemacht habe, warum wir diese Entscheidung getroffen haben, desto ruhiger wurde ich. Wir wollten keine Erwartungen erfüllen. Und genau das hat mir geholfen: immer wieder zu unserer eigenen Begründung zurückzukehren.
Eure Hochzeit, so wie sie zu euch passt
Heute, mit etwas Abstand, kann ich sagen: Diese Entscheidung war genau richtig. Unsere Gäste haben sich wohlgefühlt, es war eine gemütliche Runde mit vielen tiefen Gesprächen. Wir hatten Zeit füreinander.
Wir konnten den Tag wirklich erleben – ohne Stress, ohne das Gefühl, überall gleichzeitig sein zu müssen.
Und das Feedback unserer Gäste hat uns gezeigt: Diese Nähe war spürbar.
Diese Erfahrung hat mich auch über die Hochzeit hinaus geprägt. Sie hat mir geholfen, mir in anderen Lebensbereichen öfter eine ehrliche Frage zu stellen:
Treffe ich diese Entscheidung, weil sie von mir erwartet wird oder weil ich diese Entscheidung aus mir heraus treffe? Dabei geht es nicht darum, egoistisch zu sein. Sondern bewusst und ehrlich mit sich selbst.
Und gerade bei eurer Hochzeit darf das der Maßstab sein. Ihr dürft Entscheidungen treffen, die für euch als Brautpaar stimmig sind.
Denn am Ende ist es genau das:
Es ist eure Hochzeit.
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